Doppelter Sieg beim Schreibwettbewerb: Literatur made in Harburg

Mir ist folgende Pressemitteilung zugeflogen, die ich hier gerne mit euch teilen möchte:

Großer Erfolg für die Schreibwerkstatt des Kulturvereins “Alles wird schön” in Heimfeld: Gleich zwei Mitglieder landeten beim 6. Salzhäuser Literaturwettbewerb zum Thema „Der blaue Koffer“ mit ihren Texten auf den vorderen Plätzen. Christoph Rommel gewann den zweiten Preis, Ute Holst den dritten, den sie sich mit Christian Häfner teilt. Dafür gab es nicht nur jede Menge Applaus, sondern auch Geldprämien, die von der Sparkasse Harburg-Buxtehude gestiftet wurden. Der Verkehrs- und Kulturverein Salzhausen (VKV) spendierte zusätzlich ein einjähriges Abonnement für seine Veranstaltungen.

Salzhäuser Literaturpreis 2015
Von links nach rechts: Kerstin Brockmann, Ute Holst, Christoph Rommel
Foto: Sonja Alphonso

In Christoph Rommels Text wird das Gepäckstück zum Erkennungszeichen für das erste Treffen von Antonia und Georg, die sich übers Internet kennengelernt haben. Die Aufregung der beiden Mittfünfziger ist groß, zumal sie aus lauter Schüchternheit nicht mal ein Foto ausgetauscht haben. Doch das ist nur der Anfang einer spannenden Kette unglücklicher Verstrickungen: Auf der Bahnfahrt nach Berlin wird der Koffer gestohlen und auch das zweite Erkennungssymbol, ein blau-schwarz-weiß gemusterter Fußballschal, geht verloren. Dafür steigt eine Horde von HSV-Fans aus dem Zug und Georg entdeckt zu seiner Verwirrung den blauen Koffer in der Hand eines Mannes, nämlich des Diebes. Mit trockenem Humor und viel Feingefühl schildert Christoph Rommel, wie das Paar schließlich doch noch zueinander findet.

Die nachdenklich stimmende Geschichte von Ute Holst handelt von zwei Teenagern, für die das Gepäckstück zum Ausgangspunkt einer abenteuerlichen Reise in die eigene Familiengeschichte wird. Nach dem Tod ihrer Großtante finden Emma und Paul auf dem Dachboden einen blauen Koffer mit Briefen in Sütterlinschrift, aus denen sie erfahren, wie sehr die Verstorbene darunter gelitten hat, dass sie für ihren unehelichen Sohn nicht richtig sorgen konnte. Doch es kommt zu einem versöhnlichen Ende: Die Großtante wird im Grab ihrer Schwester beigesetzt und so wieder in den Kreis ihrer Lieben aufgenommen.

“Ich bin sehr stolz auf meine Schüler”, sagt Kerstin Brockmann, Leiterin der Schreibwerkstatt bei “Alles wird schön”. “Dass die beiden es bei 49 Einsendungen unter die Top Drei geschafft haben, ist eine beachtliche Leistung!”

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